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Die Landzunge Uluburun ragt 8,5 km südöstlich von dem Kreis Kas ins Meer. 60 m von ihrer östlichen Küste wurde von einem Tauchschwimmer im Jahre 1982 ein spätbronzezeitliches, gesunkenes Schiff entdeckt. Am Ende der Taucharbeiten, die 1984 begannen, ganze elf Saisons andauerten und Tausende von Tauchgängen umfassten, wurde eine einzigartige Fracht gefunden, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts v. Chr. gesunken war. Das Schiff war ca.15 m lang und aus Zedernholz gebaut. Sein Heck war in 44 m und sein Bug in 52 m Tiefe. Seine Ladung war bis auf 61 m abgedriftet.
Obwohl die Ladung überwiegend aus Rohstoffen bestand, fand man auch Fertigprodukte. Man denkt, dass es sich bei den rohen Glaszylinderbarren, deren Anzahl über hundertfünfzig betrug und die blau, türkis und lavendelfarbig sind, um auf Ugarit- und el-Amarna Tabletts aus den syrischen und palästinensischen Küsten gekommene "Mekku" und "ehlipakku" handelt. Diese Barren stellen die bekannten ältesten und vollständigsten Glasbarren dar. Zwischen den anderen einzigartigen archäologischen Funden befinden sich auch ein schwarzer Baum, der von den alten Ägyptern den Namen „Ebenholz“ erhielt und in dem tropischen Afrikaraum wächst sowie ein Zederbaum. Die anderen Rohstoffe sind: ganze oder geschnittene Elfenbeine; mehr als ein Dutzend Nilpferdzähne; die Klappen von einer Art Seeschnecke, von denen angenommen wird, dass sie als Räucherzusatz verwendet wurden; Schildkrötenpanzer, von denen angenommen wird, dass sie als Lautgehäuse von Musikinstrumenten benutzt wurden; Straußeier, von denen angenommen wird, dass sie für die Herstellung von Vasen oder Gefäßen benutzt wurden, die wiederum selbst durch Zusammenfügen von Hälsen, Griffen und Sockel gefertigt wurden.
Neben Rohstoffen befanden sich auch Fertigprodukte auf dem Schiff. In mindestens zwei von neun großen Gefäßen befanden sich in Zypern gefertigte Exportkeramik sowie Öllämpchen sowie andere Werke, von denen nicht bekannt ist, zu welchem Zweck sie verwendet wurden, von denen man aber annimmt, dass sie an die Wand gehängt und auf diese Weise verwendet wurden. Die Schmuckgegenstände aus Kanaan sind silberne Armbänder und Fußreifen sowie goldene Kettenanhänger. Die Quelle eines goldenen Weinglases ohne Henkel ist unbekannt. Zwischen Glasperlen, gefertigt aus diversen Materialien, befinden sich Achat-, Gold-, Fayence-, Glas- und baltische Bernsteinperlen. Unter den anderen Fundschätzen befinden sich zwei aus Elfenbein gefertigte, entenförmige Kosmetikkästchen mit beweglichen Flügeln als Deckel. aus Elfenbein. Kupferne Kessel und Schalen, eine Trompete aus Nilpferdzähnen sowie Zinngefäße, die eine Anzahl aufweisen, die die Anzahl der bekannten antiken Zinnschätze aus der gesamten Bronzezeit übersteigt. Die ähnlichste Nachbildung, und zwar ein Zeremoniestab aus Stein in Rumänien, befindet sich unter den sonstigen Fundgegenständen aus dem antiken Wrack.
Die in dem Wrack gefundenen Bronzewaffen bestehen neben Pfeil- und Lanzenspitzen sowie Dolchen und Schwertern aus Kanaan, Mykene
und wahrscheinlich auch aus Italien. Zwischen den Waren, die auf dem Schiff als Fracht oder als Verpflegung auf dem Schiff transportiert wurden, fand man Mandeln, Feigen, Oliven, Schwarzkümmel, Granatäpfel sowie einige Weizen- und Gerstensamen. Fischnetzbleie, bei der Netzreparatur benutzte Weberschiffchen, Angelhaken sowie Harpunen mit Gabelspitze zeigen, dass auf dem Schiff gefischt wurde.
Obwohl man Schwierigkeiten dabei hat, die Nationalität des Schiffes zu definieren, wird doch geschätzt, dass seine Abstammung im mittelöstlichen Raum liegt. Die gefundenen Schätze werden heute im Unterwassermuseum von Bodrum ausgestellt.
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Veröffentlicht mit der Erlaubnis des Herrn Oguz ALPÖZEN, Leiter des Unterwassermuseums von Bodrum.
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| Ausgrabungsarbeiten in dem antiken Wrack von Uluburun |
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| Ausgrabungsarbeiten in dem antiken Wrack von Uluburun |
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| Ausgrabungsarbeiten in dem antiken Wrack von Uluburun |
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