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DIE BERGE erstellt unter dem Beitrag von Kemal Günes
Bakirdaglari Tahtali Dagi Bakirtepe Saklidoruk
Alabelen Tunc Dagi Ardictepe
Tahtali Dagi (Der Holzberg) (2366 m.)
Der Holzberg, dessen antiker Name Tasolyma lautet, erstreckt sich auf der Nord - Südparallele des Golfes von Antalya und ist das größte Mitglied der gleichnamigen Gebirgskette Tahtalidaglar. Da es sich vom Meeresspiegel auf einmal erhöht und eine Höhe von 2366 m erreicht, kann dieser prunkvolle Berg von allen Seiten aus bewundert werden. Es gibt in dieser Region keinen anderen Berg, der so nah am Meer liegt, doch eine Höhe von mehr als 2300 m aufweist. 

Der Bereich des Tahtalidag beginnend ab dem Meeresspiegel bis zu einer Höhe von 1700 – 1800 m besteht aus Waldflächen. Ab einer Höhe von 1800 m beginnen die felsigen Flächen.  Der Hauptgipfel bedeckt den Hügel wie eine Kappe. Auf der Route zum Berggipfel gibt es einige ebene Flächen, die für das Camping geeignet sind. Doch da es nach Mai schwer ist, Wasser zu finden, ist es unbedingt notwendig, dass Camper Wasser mitnehmen.  Neben den ebenen Flächen gibt es Dolin genannte Kalkgruben. Die Ansicht dieser „Dolin“, die sich im Winter mit Schnee füllen, von dem Berggipfel aus, ist sagenhaft.  Sein Süden besteht aus Anhäufungen von Stein mit einer süßen Neigung. Obwohl seine östlichen und westlichen Seiten teilweise steile Stellen aufweisen, ist sein Norden eine felsige Gegend.  Die Neigung kann an einigen Stellen 70 Grad erreichen.  Nur an einigen bestimmten Mündungen beträgt die Neigung zwischen 80-50 Grad.  Aus diesem Grunde sollte die nördliche Seite dieses Berges nicht bestiegen werden, wenn man keine sehr gute Ausstattung hat.  In der Umgebung von Tahtali gibt es auch andere Anhöhungen, deren Höhen 2000 m übersteigen.  Diese sind der Hügel Dazkir Tepesi (2014 m.) und der Berg Teke Dagi (Ziegenberg ) (2155 m.). Beide zeigen die physikalischen Eigenschaften des Tahtali auf eine sehr schöne Weise.

WIE KOMMT MAN ZU TAHTALI?

Der erste Ort, den man aufsuchen muss, um den Berg Tahtalidag zu erreichen, ist das Dorf Beycik Köyü von Kemer.  Das auf eine Anhöhe von 830 m über dem Meeresspiegel errichtete Dorf „Beycik Köyü“, ist ein süßes Dorf zwischen Nadelbaumwäldern.  Diese Ortschaft wird erreicht, indem man auf der Landstraße Antalya-Finike an dem 65. km die Dorfstraße in westlicher Richtung entlang fährt. Die Straße ist asphaltiert und hat eine Länge von ca. 4 km.  Man übernachtet in dem Dorf eine Nacht und steht am nächsten Morgen sehr früh auf.  Man begeht die Pfade in Richtung Westen, dabei marschiert man zuerst durch Nadelbaum- und dann durch Zederbaumwälder, bis man auf einer Höhe von 1700 – 1800 m das kahle Gebiet erreicht. Dafür muss man gleich beim Losgehen auf die zum Wald führende stabilisierte Straße gehen und im Dorf nachfragen, wo die schmalen Pfade beginnen.  An der Grenze zum Nadelbaum- und Zederbaumwald gibt es in Höhe von 1270 m eine morastige Alm, die  Emzik Cesme (Schnullerbrunnen) heißt.  Auf dieser Alm, auf der die inländischen Einwohner den Sommer verbringen, befinden sich um diesen Brunnen herum, nach dessen Namen auch die Alm benannt wurde, Lauben.  Nach dem auf verschiedenen Wegen erreichbaren Brunnen vereinen sich die Pfade zu einen Pfad.  Wenn man nicht auf den Pfad geht, der mit roten Punktzeichen versehen ist, kann man den Berg nicht erreichen.  Denn dieser Pfad führt durch einen Passweg, der sich von der östlichen Bergwand bis zur Berspitze erstreckt.  Außer diesen Passweg, an dem auch der Pfad vorbeiführt, gibt es keine anderen Passwege.  Wenn Sie den Passweg durchmarschiert sind und das ebene Gebiet erreicht haben, empfängt Sie ein Zederbaum, der  jahrhunderte alt ist, mit einem  Willkommen. 

Am Ende des Pfades biegt man in Richtung Norden, passiert die Zederbäume und erreicht dann in einer Anhöhe von 1700 – 1800 m das kahle Gebiet.  Wenn man von dem kahlen und mit Anhäufungen von Stein bedeckten Gebiet senkrecht nach oben steigt, ist es nicht schwer, die Berghangroute, die sich entlang der östlichen und westlichen Richtungen des Berges erstreckt,  zu erreichen.  Nach dem Passieren dieser Route folgt man dem genannten Berghang und erreicht so innerhalb einer Zeit von insgesamt 4 – 7 Stunden den Hauptgipfel des Berges in einer Höhe von 2366 m.

DIE AUSSICHT VON DEM BERGGIPFEL

Der Hauptgipfel des Berges Tahtali ist nicht sehr breit. Außerdem ist er offen für fast jeden Luftstrom  An dem Gipfel, der vollkommen mit Anhäufungen aus Stein bedeckt ist, gibt es leider kein Heft. Denn alle dort hinterlegten Hefte gingen verloren.

Wie die Witterungsbedingungen auch sind, wird man außer in einigen Sonderfällen sehen, dass der Berg von einer Wolkenschicht umgeben ist.  Wahrscheinlich bedingt durch seine Nähe zum Meer, ist der Berg Tahtali sogar an den sonnigsten Tagen von einer Wolke umgeben, während dies bei anderen Bergen nicht der Fall ist.  Natürlich verhindert dieser Umstand das Betrachten dieses Bildes.  Wenn die Wetterbedingungen es zulassen, ist es möglich, im Osten die Küstenlinie bis Serik – Manavgat zu bewundern.  Und im Süden sehen Sie den Finike -Golf. Sie werden sich nicht satt sehen, die Küste und an der Küste die kleinen und großen Buchten  ((Phaselis,Olympos, Ceneviz Limani (Genueser – Hafen)), die Golfs (Adrasan, Finike), die Strände und Sandflächen, die auf  der Strecke Antalya-Finike liegen, zu betrachten. Das unvergleichbar schöne Panorama der Merkezi Beydaglari (Zentrale Beydaglari) im Westen sowie der Bakirdaglari (die Kupferberge) in Richtung Norden erstreckt sich vor Ihren Augen.  Insbesondere sehr hervorragend ist das Panorama des Berges Tuncdagi (dt.Bronzenberg) und des Gipfels Bakirtepe (dt. Kupferhügel) (2649 m.), die ein Teil der Gebirgsgruppe Bakirdaglar (Kupferberge) sind.  Der höchste Punkt von Antalya, die Kizlarsivrisi (Mädchenberggipfel)  (3070 m) kann von den mittleren Bereichen der Gebirgskette Merkezi Beydaglari (Zentrale Beydaglari) aus sehr gut betrachtet werden, doch nicht als spitze Form, sondern in einer Faustform.  Denn die einzige Stelle, von der aus der Mädchenberggipfel spitz zu sehen ist, ist die westliche Front. 

EINE SAGE ÜBER TAHTALIDAG

Wenn man an der Abzweigung Beycik einige Kilometer vorbeifährt, dann in die Abzweigung  Cirali Sapagina abbiegt und diese Strecke 7 km lang hinunter fährt, erreicht man das Dorf  Cirali Köyü. 

Dann fährt man von Cirali aus 2 Kilometer in Richtung Norden.  Vor Ihnen wird ein kleiner Berg erscheinen, der wie der Buchstabe „U“ aussieht.  Von diesem Berg, dessen Mund bzw. Öffnung zum Meer schaut, ist ein Teil grün, die andere Seite schwarze Erde.  Sobald die Häuser von cirali enden, werden Sie sofort einen Weg bemerken, der nur aus zwei Reifenspuren besteht.  Wenn Sie diesem Weg folgen, werden Sie richtig in den Buchstaben U hineingegangen bzw. hinein gefahren sein.  Am Ende dieses Weges beginnen die Nadelbaumwälder.  Wenn Sie von hier aus dem mit kleinen roten Punkten versehenen Pfad folgen, erreichen Sie innerhalb einer halben Stunde auf einer Nähe von 250 – 300 über dem Meeresspiegel die von allein lodernde Flammenansammlung.  In der anatolischen Mythologie wird davon berichtet, dass diese interessante und einen großen Raum einnehmende Flammenansammlung seit 3500 Jahren lodert. 

Bellerophontes, der Sohn des Königs von Argos, tötete während einer Jagdparty aus Versehen seinen Bruder und wurde deshalb von seinem Vater fortgejagt.  Bellerophontes, der das Ägäische Meer überquerte und nach Anatolien kam, baute sich hier ein neues Leben auf.  Er begann bei einem der Könige dieser Region als Diener zu arbeiten.  Verschiedene Quellen berichten davon, dass er ein gutaussehender junger Mann war.  Aus diesem Grunde verliebte sich die Ehefrau des Königs in diesen ehemaligen Kronprinzen von Argos.  Sie versäumte es auch nicht, ihm ihre Gefühle offen zu zeigen.  Doch Bellerophontes hatte genug persönliche Ehre, um sich nicht mit der Ehefrau des Königs, für den er diente, auf solch eine Beziehung einzulassen. Er wies die Königin zurück.  Doch die Königin ärgerte sich enorm darüber. Sie ging zu dem König und verleumdete Bellerophontes dem König gegenüber, er hätte sie vergewaltigen wollen und sie sei ihm nur entringen können, weil sie sich ihm widersetzt hätte. 

Der König schäumte vor Wut.  Er war sehr verärgert. Doch trotzdem wollte der König diesen jungen Mann nicht töten.  Er rief ihn zu sich, gab ihm einen Brief und befahl ihm, diesen Brief seinem Schwiegervater, dem König von Xhanthos zu überbringen.  In diesem Brief stand, dass Bellerophontes sofort umgebracht werden müsse. 

Bellerophontes, der sich auf den Weg machte, erreichte Xhanthos und übergab den Brief, den er bei sich hatte, dem König.  Der König, der den Brief nahm und durchlas, war zuerst sehr überrascht.  Er war von der Naivität und dem guten Aussehen von Bellerophontes ziemlich beeindruckt. Er konnte es sich nicht ins Auge fassen, Bellerophontes direkt töten zu lassen.  Der König nahm ihn für eine Weile als Gast auf und verlangte von ihm letztendlich, das   in der Umgebung von Tahtalidag lebende Ungeheuer Chimäre zu töten.  Chimäre war ein Ungeheuer, das vorne einen Löwenkopf, in der Mitte einen Ziegenkopf und hinten einen Schlangenkopf besaß.  Es spie aus seinem Mund und aus seiner Nase Feuer. 

Daraufhin machte sich Bellerophontes auf den Weg.   Er fing das beflügelte Pferd (Pegasos), den er unterwegs sah, setzte sich auf und flog mit ihm zu dem Ort, wo das Ungeheuer lebte. 

Chimäre speite Feuer und versuchte sie zu vernichten, als es sie sah.  Bellerophontes, der mit Pegasos Tahtalidag erreichte, kontrollierte aus der Nähe des Berggipfels die Bewegungen des Ungeheuers.  Er bereitete seine Pfeile vor und begann, einen Gegenangriff vorzunehmen. Dabei schaffte er es, seine Pfeile mit Bleiklumpen an den Spitzen in den Maul des Ungeheuers zu werfen.  Die Eingeweide dieses Ungeheuers verbrannten in kurzer Zeit.  Röchelnde Laute von sich gebend, stürzte das fürchterliche Ungeheuer zu Boden. Chimäre war tot, doch sein verfaulter Körper schaffte es auch nach Hunderten von Jahren nicht, das Lodern der Flammen im Maule dieses Ungeheuers zu löschen. Einige Quellen berichten davon, dass das heilige Feuer der Olympischen Spiele von hier kommt. 

Sonnenuntergang am Gipfel des Berges
Während das Bergsteiger - Team von Antalya am Gipfel des Berges „Tahtali Dag“ das erste Licht des Morgens empfängt.
Die Wolken liegen unterhalb des Gipfels des Berges
Die im Winter mit Schnee bedeckte Ansicht des Berges
Sonnenuntergang auf dem Berg
Der Berg
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